Hinweis

Sehr geehrte Mandanten und Interessierte,

der Inhaber der Kanzlei, Gerhard Oswald, ist leider verstorben.

Bestehende Mandanten wurden bereits benachrichtigt.

Qualitätskontrollprüfung gemäß § 57 a WPO

 Das System der Qualitätskontrolle wurde mit der 4. WPO-Novelle 2001 zu Beginn des Jahres 2001 eingeführt. 

 

Berufsangehörige in eigener Praxis und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind verpflichtet, sich einer Qualitätskontrolle zu unterziehen, wenn sie beabsichtigen gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen durchzuführen und dafür spätestens bei Annahme des Prüfungsauftrages eine nach § 319 Abs. 1 Satz 3 des Handelsgesetzbuches erforderliche Teilnahmebescheinigung oder Ausnahmegenehmigung vorliegen muss (§ 57 a Abs. 1 WPO).

 

Die Qualitätskontrolle wird durch bei der Wirtschaftsprüferkammer registrierte Wirtschaftsprüfer in eigener Praxis oder durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Prüfer für Qualitätskontrolle) durchgeführt (§ 57 a Abs. 2 WPO).

 

Aufgrund von § 136 Abs. 1 Satz 1 i.d.F. der 4. WPO-Novelle 2001 war die erste Qualitätskontrolle im Regelfall bis zum 31. Dezember 2005 durchzuführen. Der ursprünglich 3-jährige Prüfungsturnus ist durch die 7. WPO-Novelle 2007 für Praxen, die keine gesetzliche Abschlussprüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse durchführen, auf sechs Jahre verlängert worden.

 

Das IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer Deutschlands) und die WPK (Wirtschaftsprüferkammer) haben sich zur Fortentwicklung des deutschen Berufsaufsichtssystems für Wirtschaftsprüfer eingehend beraten und zu Beginn des Jahres 2010 ein gemeinsames mit der APAK  (Abschlussprüferaufsichtskommission) abgestimmtes Papier dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vorgelegt. Bei der Vorstellung des neuen Konzeptes hoffte man, dass die Neuregelung ab dem 1. Januar 2011 hätte Anwendung finden können. Das hätte bedeutet, dass alle Praxen, deren Teilnahmebescheinigungen bis 2011 Gültigkeit haben, sich keiner Qualitätskontrolle nach bisherigem Recht mehr hätten unterziehen müssen.

 

Nachdem die Europäische Kommission angekündigt hatte, in einem Grünbuch eigene, neue Vorschläge zur Neuordnung der Berufsaufsicht für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vorzulegen, wurde das Gesetzgebungsverfahren durch das Bundesminsiterium vorläufig ausgesetzt.

 

Im Ergebnis sind im Jahr 2011 die "alten" Vorschriften zur Qualitätskontrolle für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften weiterhin anzuwenden.

 

Mit Schreiben vom 6. Dezember 2005 wurde mir durch die Wirtschaftsprüferkammer mitgeteilt, dass ich als Prüfer für Qualitätskontrolle i.S.v. § 57 a Abs. 3 WPO registriert bin. 

 

Das Thema Qualitätskontrolle bei Wirtschaftsprüfern und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat mich seit der Einführung des Systems begleitet. So habe ich in der Vergangenheit die Einführung von QS-Systemen bei großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften begleitet, interne Nachschauen auf Honorarbasis durchgeführt sowie Qualitätskontrollprüfungen bei Berufskollegen, die § 319 a HGB-Mandate betreuen, durchgeführt.

 

Aufgrund der Größe meiner Kanzlei verfüge ich über Kenntnisse, die erforderlich sind, auch mittelständische Praxen angemessen zu prüfen.

 

Ich würde mich freuen, weitere Qualitätskontrollprüfungen gemäß § 57 a WPO durchführen zu dürfen.